Wer braucht schon Schuhe, wenn man dösen kann?

Von wem wird immer gepredigt, ja ausreichend zu trinken, nicht zu lange zu sitzen und schon gar ned zu lange zu stehen? Genauuu – Mediziner. Und wer macht genau das? Exakt – Mediziner! 

Heute stand Stehen am vormittäglichen Programm bei mir, für 3,5 Stunden, nur bissle von Zimmer zu Zimmer watscheln, und hie und da die Wadenpumpe betätigen. Sonst hätten sie mich gleich vom Boden klauben können. Zu trinken vergisst man trotz der bleiern-müden Langeweile dennoch. Also, vorbildlich gesund!

Der Lauf vom Sonntag schien mir trotz halbwegs faulem Ostermontag noch in den Beinen zu stecken. Außßerdem hat sich ein Muskelkater in meiner Popschregion breitgemacht, wo ich nichtmal wusste, dass ich eigentlich Muskeln hab! Das aber vermutlich, ist auf die gestrigen Stabilitätsübungen zurückzuführen… Eben, weil meine kurzen Beine noch müde waren, und wegen des Muskelkaters, hab ich mich zu einem Mini-Auflockerungslauf entschieden. Aaaber…

Am Nachmittag, nach dem Heimkommen bin ich erstmal für 3 Stunden auf der Couch eingeschlafen, was untypisch ist für mich; ich hab mich nach dem Aufwachen selbst nicht mehr laufen gesehen. Ich war mir aber sicher, dass der Sonnenschein, und die 10°C draußen meinem zerwurschtelten Kopf, inklusive Inhalt, nur guttun kann nachdem ich gefühlt einen Liter Wasser geschlubbert hatte. Nachdem ich in etwa eine halbe Stunde benötigte, um mich in mein Laufgewand zu wickeln, hab ich meine Uhr umgeschnallt und wollte los. Ich hatte die Wohnungstür schon offen, bis ich bemerkte, dass irgendwas fehlte… ich muss beschämend gestehen, ich hab deutlich zu lange gebracuht, um festzustellen, dass meine Füße nur besockt, aber nicht beschuht waren. Ein Facepalm folgte.

Dafür hab ich heute versucht, einen Schuh wie üblich zu binden, und beim anderen hab ich die „zusätzlichen“ Löcher, neben der Zunge mitverwendet, und die sogenannte „Marathonschnürung“ oder „Fersenhaltschnürung“ ausprobiert. Eben, nur an einem Schuh, um den Vergleich zu haben. Hat sich letzten Endes als irgendwie bequemer herausgestellt, mein Fuß hatte besseren Halt, wurde aber nicht abgeschnürt.

Ja, also, nachdem ich glorreich draufgekommen bin, dass meine Hufe noch umhüllt werden müssen, bin ich superlangsam losgalloppelt. Bis ich beim Donaukanal war hat meine Uhr auch ihr Signal gefunden. Braucht nur..5 Minuten…in denen ich auch etwas nutzlos für Aussenstehende herumgestanden bin, um das Signal zu finden. Laut Anleitung würde die Uhr nur so lange brauchen,wenn man sie noch nie anhatte, oder wenn man wo ganz wo anders ist, als beim letzten Einschlaten (von 200km war im Manual die Rede). Meine Eltern wohnen etwa 15-20 Kilometer entfernt, also nicht die Welt… Bin gespannt, wie lange sie beim nächsten Gebrauch braucht. Als sie fröhlich verkündete, dass sie GPS hätte, funktionierte sie anstandslos.

Der Lauf war unspektakulär. Schwerfällig war ich überraschenderweise ned, nur der Muskelkater hat sich bisschen gemeldet und gemotschgert. Das Wetter war fein, es waren also dementsprechend einige Läufer unterwegs. Ich bin ja auch komisch… hab mir extra die Uhr besorgt, damit ich mein Handy nciht mitzahn muss und immer eine Weste, etc tragen muss und dann genier ich mich, meine Ärmel hochzukrempeln, weil „Was denken die denn, wenn ich Schneckerl mit einer Uhr daherkomm, die so groß is, wie meine Faust? (Über Gedanken der anderen kommt sicher noch bald ein Eintrag ;))

Beim Traben kamen mir ganz famose Ideen für Posts. Uhr ausgeschalten, Schlüssel umgedreht und in die Tür gestapft – „Zzzzapp!“ Tabula rasa im Kopf. Naguuuht, wird schon wiederkommen!

Meine Vernunft hatte aber recht: ich fühlte mich nach dem Lauf viel besser. Einerseits physisch und psychisch und auf einer anderen Seite wusste ich, dass es wichtig ist für mich heute zu laufen, damit ich wirklich eine Konsequenz und Disziplin, sowie Selbstverständlichkeit generieren kann, ohne dass ich immer volle Leistung von mir verlange.

Ich denk *auf Holzkopf klopf* bin auf keinem schlechten Weg. Vor allem einer, der wirklich motiviert und Spass macht! 🙂

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10 Gedanken zu “Wer braucht schon Schuhe, wenn man dösen kann?

  1. Das Einschlafen auf der Couch kenne ich! Also, von Erzählungen von Freunden und so … Super, dass du dir trotzdem eine Runde gegönnt hast!
    Die Ideen für Blogposts kommen mir unterwegs auch immer, sogar in ausführlichen Formulierungen, aber am Bildschirm ist alles wieder weg :/
    Welche Uhr hast du dir denn besorgt?

    Liebe Grüße und alles Gute beim Weiterlaufen,
    Markus 🙂

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    1. Ja, so Einschlafen.. sagenumwoben, vom Höre-Sagen bekannt..mystisch… 😉
      Man bräuchte ein „Pensieve“ a.k.a. Denkarium zu Deutsch, wie Dumbledore in Harry Potter – Gedanken sammeln, ohne tippen zu müssen und ohne in ein Gerät keuchen zu müssen. Aber mein Gehechel nochmal hören zu müssen, das hielte ich ned aus 😉

      Ich hab mir – ganz popelig – die GPS Uhr von Runtastic besorgt. Hab schon an die 200 Aktivitäten auf dem Portal, und wollts ned verlieren. Zudem „brauch“ ich nur das Primitivste und bin happy 😉

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  2. Ha – das kenne ich auch. Bei langen Läufen schreibe ich in den Gedanken ganze Bücher, und zwar mitreißend und brilliant und legendär. Nach der Dusche ist das ganze famose Gedankengut scheinbar mit in den Ausguß geflossen – nix mehr im Hirn 😉

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