Zimtschnecken mit Vanilleguß

Morgen ist Sonntag. Vermutlich, wenn man den Wetterfröschen Glauben schenken darf, ein sonniger. Noch ist es frülingshaft,und ncht allzu warm, weshalb ich das folgende Rezept noch mit euch teilen mag, bevor es „zu warm“ dafür ist. Ich assoziier ja einige Gewürze und Düfte mit kaltem Wetter und anderes erschnupper ich lieber, wenn es draußen warm und sonnig ist.

Zimt gehört eher in erstere Katgorie, aber der Duft von Zimschneggis mit Vanille ist einfach so ziemlich der – pardon – geilste Geruch, den es gibt. Und das, von einer bekennenden Chocoholic!

Das Rezept ist, nunja, sagen wir einmal so, nicht gerade diätfreundlich, aber umwerfend gut!

Den Anstoss, mich einmal selbst an Zimtschnecken zu versuchen hab ich durch dieses Rezept aus der Glücklichmacherei. Ich persönlich verwende aber keinen Trockengerm, und ich hab mir allgemein ein anderes Teigrezept rausgesucht. Die feine Abänderung, die ich aber übernommen habe, war der Kardamom in der Füllung. Zudem ist der „glückliche“ Guß auch ein leichterer, als der meinige, aber man wird die Schneggen sicher öfter machen, sodass man ja beides mal ausprobieren kann 😉

Zutaten:

Teig
-150 ml Milch, lauwarm
-½ Packerl Germ (frisch)
-3 EL Vanillezucker*
-~37 g Butter, zimmerwarm
-240 g Mehl (universal oder glatt)
-½ TL Salz

Füllung**
-~50 g Butter, dickflüssig aber nicht ganz flüssig
-~80g Kristallzucker
-Zimt nach Belieben
-½ TL Kardamom – kann auch weniger sein, sehr intensiver Geschmack, vorsicht!

Guss (optional!)
-100 ml Schlagobers
-100 ml Milch
-75 g Zucker
-1 Vanilleschote, das ausgekratzte Mark*

Zubereitung:

  1. Den Germ in die warme Milch reinbröseln, den Zucker dazugeben und gut umrühren, bis der Germ sich aufgelöst hat (so Minischlatzklumperl sind egal, die knetet man dann weg).
  2. In einer großen Schüssel (es gibt sogar extra Germschüsseln, die entsprechend groß sind, und einen Deckel haben, zahlt sich aus!) das Mehl und das Salz vermischen, die Butter in weichen Batz-Stückerl darauf verteilen und die warme Germmilch drübergießen. Mit einem Löffel kurz alles gut durchmischen, damit die Hand nicht komplett zumatscht und dann die Ärmel hochkrempeln und mit einer Hand zu einem feinen, glatten Teig verkneten. Es ist natürlich möglich, das mit einer Küchenmaschine zu erledigen, aber ich liebe das Gefühl den seidigen Teig zu kneten. Und es duftet so gut, nach Butter und Vanille..mhm.. ich mag das. Außerdem denk ich mir immer, Germ sind kleine Pilzchen, um die muss man sich kümmern, und die mögen eine warme, zärtliche, mantschende Hand lieber, als eine kalte Küchenmaschine. (dass man sie dann bäckt, das blende ich aus, bevor meine persönliche Beziehung zu tief wird 😉
  3. Den Teig nun an einem warmem Ort zugedeckt etwa eine Stunde gehen lassen. Ich mach das im Winter immer energieverschwenderisch, geb ich zu, aber so ists am einfachsten, es dem Germ am kuscheligsten zu machen, ihn aber nicht in den frühzeitigen Hitzetod zu schicken: den Ofen auf die allerallerniedrigste Temperatur stellen, wie geht – meist so 50°C – Schüssel rein und die Tür aber einen guten Spalt offen lassen. Es soll ja nicht zu heiss drinnen werden!
  4. Wenn der Teig gut auf das Doppelte aufgegangen ist, nochmal sehr gut durchkneten, beiseitestellen und den Zimt-Kardamom-Zucker mischen. Außerdem eine Auflaufform mit Backpapier auslegen oder bisschen einfetten. Zudem den Ofen jetzt auf 180°C vorheizen.
  5. Eine saubere Arbeitsfläche bemehlen und den Teigklumpen auf ein Rechteck ausrollen, so im Format eines Backblechs, dass die kurzen Seiten links und rechts und die lange Seiten vor dir sind.
  6. Die Butter auf die Teigplatte gatschen und mit einem Löffel oder mit einem Pinsel verteilen, sodass wirklich überall Butter is. Vor allem an euren Händen, an Stelln in eurer Küche, wo sie sonst nie landen sollte und wohlmöglich auch an eurem Gewand. Am besten mit einer Hand den Zucker geichmäßig überall auf die Butter rieseln lassen. Meine Devise hier: Mehr ist Mehr und Zimtzucker ist schnell nachgemacht 😉
  7. Jetzt den Teig von der langen Seite her aufrollen, damit eine Schneggirolle entsteht. Ich find das immer spannend, wie sehr so ein Germteig allein in der Zeit aufgeht, in der man ihn präpariert!
  8. Wenn man sich die Küche nicht schon beim Bebuttern vollgesaut hat, dann aber jetzt:mit einem scharfen Messer die Schneggirolle in ca 2 cm dicke Schnecken schneiden – Butter und Zucker saftelt da jetzt gut raus, wenn ihr ordentlich Füllung reingepatzt habts – und mit etwa 2 cm Abstand in die Auflaufform setzen. Sie gehen jetzt nochmal so eine halbe bis Stunde vor sich hin und dürfen dann bisschen kuscheln. klein_WP_20150211_08_52_37_Pro
  9. Während sie gehen, in einem Topf den Obers, die Milch, den Zucker und das Vanillemark verrühren und leicht vor sich hinköcheln lassen. Das ganze soll gut eindicken, aber auch nicht zu heiss und heftig kochen, sonst karamellisiert das zu sehr. Also immer leicht dafür länger köcheln lassen.
    Noch wähernd dann das köchelt kommen die nochmals aufgegangenen Schnecken für etwa 25 Minuten in den Ofen.
  10. Wenn es schon verdammt gut riecht, und sie eine leicht leicht goldige Farbe bekommen haben, raus damit. Der Guß sollte jetzt auch schon fertig sein – ab damit über die Schnecken, dann zieht das so richtig gut ein 🙂

Noch warm, aber nicht heiß schmecken sie himmlisch! Ich liebe den Guß, aber wer es lieber trockener hat, dann kann man ihn selbstverständlich auch weglassen. Transportieren lassen sich beide Arten gut, wenn sie halbwegs ausgekühlt sind.

*Vanillezucker:
Ich persönlich bevorzuge selbstgemachten Vanillezucker gegenüber dem abgepackelten, oder gar gegenüber dem Vanilinzucker. Insgesamt schmeckt er besser, riecht besser und ist wirklich leicht zu machen. Wenn ihr ein sauberes Einmachglasl überhabts, füllt das zur Hälfte mit Kristallzucker. Wenn eine ausgekratzte Vanilleschote, wie in diesem Rezeot übrigbleibt, dann hauts die nicht weg! Sondern stopft sie in das Zuckerglas und füllt weiter mit Zucker auf. Dann rührt bisschen um, Deckel drauf und – Tadaaah!! Feddisch. Wenn das jetzt im Kasten vor sich hinzieht, hab ihr Vanillezucker beim nächsten Mal backen.
Jede Mal, wenn ihr eine Vanilleschote verwendet, könnt ihr die andere austauschen. Gelegentliches Umrühren empfiehlt sich (zB. Bei jedem Mal, dass ihr den Zucker brauchts), da die Vanilleschote auch Feuchtigkeit abgibt, die den Zucker bisschen klumpen lässt.

**Füllung:
Hier muss ich gestehen, dass ich die Mengenangabe nicht überprüft hab, sondern von Chefkoch geklaut hab. Pi-Mal-Daumen ists bei mir eher immer.

P.S.: Sorry, ich neige zu Logorrhoe, merk ich.
P.P.S.: Ich hab leider keine guten Bilder, weil sie so schnell weg sind o.O

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4 Gedanken zu “Zimtschnecken mit Vanilleguß

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