Österreichischer DM Frauenlauf 2015

*rausch knitter knarz*
Sehr geehrte Damen und Herren!
Aufgrund unvorhergesehener Änderungen der logistischen und strukturellen Begebenheiten mussten die Blogposts von Samstag und Sonntag letzten Wochenendes auf heute verschoben werden. Wir entschuldigen uns für diese Unannehmlichkeiten und bedanken uns fü Ihr Verständnis. *piiiieeeep*

Ja, ich hatte schon zugesagt, dass ich das Startsackerl von Samstag kommentier, aber leider hat das mein Hirn aus persönlichen Gründen dann doch ned auf die Reihe bekommen. Das mag ich jetzt ein bisschen nachholen, inklusive einer kurzen Rekapitualtion des Spektakels – während ich die Kekse aus dem Goodiebag mampfe, latürnich!

Samstag

Ich hab mich mittags mit meiner Mitläuferin, Sonja getroffen, um unsere Startnummern abzuholen. Es stand der Samstag von Vormittag bis zum frühen Abend zur Verfügung, um vom Pierre-de-Coubertin-Platz, vor dem Ernst-Happel-Stadion die Startnummer und das Startsackerl für den Österreichischen Frauenlauf 2015 einzusammeln. Schon bei der U2 Station angekommen, hab ich mir gedacht, dass Frauen eigentlich in einer größeren Ansammlung ein ziemlichlicher Hendlstall sind – aber das macht nix, ich spreche mir ja nicht ab, selbst ein Federvieh zu sein. Ein recht fröhliches, denn das muss man den Mädels und auch den Organisatoren des Laufes lassen: es war überall sehr gute, ausgelassene und lockere Stimmung. Das lag nicht nur am Futter, das überall vorräti war, oder am Sinnenschein, sondern zu einem großen Teil auch an der hervorragenden Organisation.

Mit dem ausgedrucken Wisch, wo die Startnummer draufsteht, sind wir dann ins Zelt mit der Startnummernausgabe gewatschelt. Super beschriftet, leicht zu finden, und ratz-fatz konnten wir mit dem Chip und der Startnummer unklusive Sicherheitsnadeln zur Sackerlausgabe weiter. Zackisch unser fettes Goody-bag bekommen, und nochmal weiter zur T-Shirtausgabe. Bei dem hohen Startgeld von etwa 40-45 Euronen ist nämlich ein Nike Funktions T-Shirt dabei, das jedes Jahr anders gestaltet ist. Schon alleine deshalb zahlt sich die Anmeldung aus, hehe… noch dazu passt und sitzt es super!

Ein Stückerl weiter, an der Prater Hauptallee, etwa 10 Minuten, nachdem wir aus der U-Bahn gefallen waren, um das alles zu erledigen, haben wir uns mal hingepflanzt, und das Sackerl gemeinsam durchstöbert.
Nebst massenhaft Papierkrams und Werbung, die ich dieses Jahr als recht nutzlos, für mcih abgestempelt hab, war im Sackerl:

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  • NÖM Fasten ProteinDrink Schoko – nicht meins, ich seh da auch keinen gesundheitlichen Benefit von dem inulingesättigten, wässrigen, nur an Schoki erinnernden Zeug. Proteine aus Magermilchpulver? Na dann lieber echte laktosefreie Milch!
  • Kelloggs’s Vollkornmüsli
  • HIPP Früchte-Spaß – Fruchtgatsch. Einfach nur Fruchtgatsch. Mit Farbe von Babykacke. Über deren Konsistenz kann ich nix sagen, aber ich stell es mir ähnlich vor.
  • Bahlsen Kekse Life Cranberry – *knusper*
  • Vöslauer Stilles Mineral
  • Gatorade – brrr…. Schmeckt irgendwie, wie aufbereiteter Schweiss oO
  • Diana mit Menthol
  • Sonnencreme
  • Hansaplast Pflaster – wenn einem die Schuhe doch ned so gepasst haben, wie angenommen.
  • Fewa Waschmittel – ist das eigentlcih sexistisch? Hihi, wuuuuascht, ich freu mich trotzdem drüber
  • Balea Totes Meer Salz Dusche mit Lemonengras Duft – riecht bis jetzt am besten, von den Duschdingerns der letzten Jahre, find ich
  • Dove Repair Handcreme
  • Weleda Massageöl und noch so ein Miniprobepackerl, wo ich vergessen hab, was es nun echt war
  • SebaMed Duschgel – kann man gleich eigentlich hernehmen, um gleich nach dem Lauf duschen zu gehen…ganz praktisch, das kleine Flascherl
  • Ein Staberl Magnesium
  • Feh Taschentüscher
  • Gilette Einmalrasierer – ist das so quasi die Ansage, man darf nur Starten, wenn man glatt ist wie ein Babypopo? Und alles, was noch Restkörperbehaarung aufweist, gilt als Mann und muss 4 Felder zurück zum Start? Ne, find ich ganz gut, muss ich sagen.
  • Hakle Feuchttücher – sehr süß fand ich, von Hakle gesponsert, die kleinen Schilder entlang der Startblöcke: „nur noch 40 Klos bis zum Start!“, „nur noch 39 Klos bis zum Start“, usw. Irgendwie niedlich – und immens hilfreich 😉

Man sieht also, es ist eigentlich ein riesiges Startersackerl, mit Sachen, die ich für mich persönlich, doch zum Großteil ganz brauchbar finde, zum Reisen beispielsweise.
Nachdem wir unseren Früchtegatsch ausgenuckelt hatten, haben wir das neue Shirt begutachtet. Die Farbe ist sehr gelungen, mit dem blau-türkis, der Aufdruck ist rot-weiss „Run the City“, was ich ehrlich gesagt bissl doof finde. Aber es sieht gut aus, vor allem sieht es in Echt um Welten besser aus, als auf den Bildern im Internet. Gewohnte Qualität, also paaaasst!

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Daheim hab ich noch mein Zeug hergerichtet, die Startnummer am Leiberl befestigt, Schuchis vorgeholt, und mein Rucksackerl gepackt. Da Sonja die 5 Kilometer laufen wollte und ich die 10, konnte ich zwar auf ihr Zeug aufpassen, aber ich meinte, sie muss da echt ned noch extra eine Stunde warten, nach ihrem Lauf, bis ich fertig bin. Die Distanzen starteten nämlich zeitlich versetzt. Darum Zeug abgeben.

Sonntag

Um 9:20 Uhr sollte Sonja starten. Um 8:20 wollten wir uns treffen. Ich startete gegen 10:30, das hieß für mich, Frühstück um 7:30 in etwa. Mein Favorit: Brioche mit Erdnussbutter und Himbeermarmelade und Banane. Bissle Kaffee und Wasser und geht scho!

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In der U-Bahn hab ich zum Glück einen Sitzplatz gefunden, weil es ein paar Stationen recht voll wurde: eine Gruppe kreischender und quietschender Mädels hat einen großen Teil des Wagons und meines Trommelfells eingenommen. Schon da erkannte man eindeutig, dass sich da etwas türkis-blau-einfärbiges in der Stadt tummelte. Sehr viele Frauen, udn auch ein Haufen Begleiter, fast alle im diesjährigen Shirt, das kann schon ach was – es erhöht nur nicht unbedingt den Wiedererkennungswert, wenn man sich mit jemandem trifft. Trotzdem hab ich Sonja beim Stadion entdeckt. Gemütlich sind wir Richtung Startblöcke gegangen, udn haben die Toilettensituation begutachtet. Überall Schlangen. Bei 33.000 Läuferinnen, die vermutlich kollektiv alle aufs Klo mussten, auch kein Wunder. Bei einem Frauenlauf kann man einfach nciht ausreichend Toiletten haben – weshalb aus den Gebüschen im Prater auch einige mit erleichtertem Gesicht wieder aufkreuzten, die zuerst verkniffen dort hinein verschwunden waren.

Sonja begab sich in ihren Startblock, es war nicht mehr allzuviel Zeit für sie. Ich hab mir gewünscht, dass ich den 5er Bewerb gewählt hätt…einmal wieder kürzer rennen zu können, wär fein. Das sollte nämlich mein dritter von vier 10ern innerhalb von 2 Monaten werden und das ist dasnn auch irgendwann zach.

Aaaaber das Wetter war super, 17 Grad, sonnig – was will man mehr! Und es gab viel zu sehen, die Atmosphäre war auch genial, und es lag eine lockere Spannung in der Luft, ohne dass es stressig oder ungut war. Ne, das war schon sehr fein. Dann gings los für Sonja, und wir sollte und nach 31 Minuten im Ziel sehen.

Für mich gings um 10:30 los. Es war deutlich wärmer, aber nicht unerträglich. Meine Beine wollten zum ersten Mal wieder laufen, seit 1,5 Wochen. Die letzten Läufe der letzten Woche waren ungemein anstrengend und mühsam gewesen – da war der erste Kilometer am Sonntag eine wahre Wohltat. Alles wurde locker, und cih freute mich an der Bewegung. Langweilig wurde einem auch nciht, da man die Mitstreiterinnen beobachten konnte, belauschen 😉 oder die Musikstationen entlang der Strecke auskosten konnte. Bei Kilometer 4 etwa stand die Feuerwehr und hat uns mit Wasser besprutzt, was richtig gut tat. Gefühlt hatte die Temperatur deutlich zugelegt, und in der Sonne war es saumäßig heiss. Mir schon zu heiss, weil ich eher die Morgenstunden gewohnt bin und allegemein den Winter zum Laufen bevorzuge, aaaaaber da muss man durch. Ich hatte nur Angst vor KM 6-8, denn da gings durch den Wurstelprater, wo sich die Hitze fast ohne Schatten staut. So kam es mir jedenfals vor. Vielleicht auch nur, weil ich genau den Abschnitt bei 10ern nicht ausstehen kann. Es ist alles mühsam, man will nur fertig werden und beneidet alle, die einen 5er gelaufen sind 😉

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Zeitlich sah es nicht sooo schlecht aus, ich wollte unbedingt eine 58er Zeit haben! Die krux mit dem Frauenlauf ist nur, es laufen sehr!!viele Mädels, und man muss dementsprechend auch recht viel überholen, ausweichen und fast stop‘ n‘ go artig argieren, teilweise. Obs das war, oder einfach meine Verfassung kann ich nicht sagen, aber nach Kilometer 8 war fast Schicht im Schacht. Ich musste mir eine Wasserflasche wegen der Wärme greifen, dann gings besser, aber ich holte trotz Zielsprint nur 59:29 Min heraus. Ich laufe mit Kaugummi, weil ich mir beim Atmen dann leichter tu und weil mein Mund dann nicht so trocken wird. Ich mag das ganz gern. Aber es war mir so warm, dass ich gespürt habe, wie rot mein Kopf wurde und dass ich nicht mal mehr den Kautschi kauen konnte, weil trocken! Trotz guter Hydrierung am Vortag und vor dem Lauf.

Mir war schlecht. Und Heiss. Ich wollte im Ziel nur die Finisher Medaille haben, mein Wasser und den Chip dorthin stopfen, wo er herkam. Mittlerweile fand ich den Lauf toll 😀

Aber das ist so mit Wettläufen: Qual dabei und kur danach, aber schon nach etwa 5 Minuten im Ziel heisst „Geil, nächstes Jahr wieder?“ Vor allem dann eine bessere Zeit...BUJAAA!

P.S.: Wenn ich mit etwa 23 Grad schon Schwierigkeiten hatte beim Laufen im Schatten…naaa, dann freu ich mich schon mal auf Sonntag, be 27-30 Grad, am VM vermutlich 25. Y..a…y… 😉

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4 Gedanken zu “Österreichischer DM Frauenlauf 2015

  1. Na, siehst du, geschafft, der Bericht ist solange, in der Zeit hätte man auch einen Ultra laufen können. Die Hitze zwingt einen in die Knie, mein größter Feind, da freut man sich auf jeden Spritzer Wasser !!

    Du hast es geschafft, fast in deiner gewünschten Zeit deinen Frauenlauf – was willst du mehr, dazu noch das Sackerln voll mit erstaunlich vielen Sachen, da gibt es wohl nur bei euch, bei uns sind die Sackerln im Lauf der Jahre immer leerer geworden !!

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    1. Hehe, njaaa, langer Bericht, weil ich ursprünglich auch das Startsackerl und das alles am Samstag beschreiben wollte 😉

      Ich bin eh ganz happy, so nachträglich mit dem Lauf. Darf gar nix sagen. Und die Startsackerl beim Frauenlauf sind begehrt und legendär, das ist wohl wahr. Wenn man als ersten Volkslauf den frauenlauf und hintnach erst einen „normalen“ Lauf hat, ist man eventuell enttäuscht und verwöhnt 😉

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  2. Hey, ich gratuliere dir gaaanz herzlich!! Super gemacht 🙂

    Ich bin am Sonntag auch den 10er gelaufen und ich finde mich in einigen Aussagen von dir wieder. Du hast Recht, anfangs kam mir es eh nicht so heiß vor, aber das änderte sich total nach 2-3 km….und im Prater wars echt mega arg mit der Sonne 😦 Ich hab mir dann schon immer die kleinen Wasserflaschen über die Arme und auf den Rücken geleert um mich ein bisschen abzukühlen.

    Dabei hatten wir noch Glück mit dem Wetter am Sonntag, denn so heiß wie es in den nächsten Tagen wird, wäre es wahrscheinlich noch ärger gewesen….. LG

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