Hartelijke welkom

hieß es letzte Woche am Weissensee in Kärnten. Vier Tage Urlaub sollten es noch sein, im Jänner – Winterurlaub, in dem ich eigentlich Skilanglauf lernen wollte, ein bisschen Eislaufen vielleicht, und wenns nicht zu weiß würde, dann auch laufen. 

Etwa 11,5 Kilometer lange, 6,5 Quadratkilometer Fläche und auf 930 Meter Höhe friert der See nahe Hermagor, inmitten von Bergen oft komplett zu. Eignet sich daher super zum Eislaufen auf einer riiieeesigen Natureisfläche. Rundherum wunderbare Wanderlandschaften, sprich, im Winter auch feine Loipen, aber wenig unmittelbares Skigebiet – also recht sanfter Wintertourismus, wie man sagen könnte.

Ich persönlich bin keine Freundin von Waldschneisen-schlagendem Kunstschneeskitourismus. Nicht nur, weil ich nicht skifahren kann, sondern auch, weil man vor allem im Sommer die heftigen Auswirkungen auf Natur und Umwelt sehen kann. Wenn dann noch mit Kunstschnee Energie und Wasser verpulvert wird, nur damit man auf zwei Brettern den Berg runterfahren kann, wo einst Bäume standen…öööhm, nope, sorry, das ist nicht meines.

Tja, in Oberösterreich aufgebrochen – Schnee, bis zu 40cm am Tag; in Kärnten angekommen: nüscht. Ein bisschen angezuckert, und der kleinere Teil des Sees schön zugefroren und präpariert, aber der große, östliche Teil noch nicht. Sprich: irgendwie sind wir am Weg in den Winterurlaub vorm Winter geflohen. Ham wir gut gemacht!

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Was mir nicht bekannt oder bewusst war, dass der Weissensee voller gelber Autokennzeichen war und jede Pension, jedes Hotel hatte mindestens einen holländischen Gast bewirtete, da die niederländischen Eisschnellaufwettkämpfe Ende Jänner hier ausgetragen werden. Mit dem Höhepunkt des 200km-Eislaufmarathons. Mitten in ein Spektakel hineingeraten, von dem ich nicht einmal wusste, dass es existiert! Das hat aber zu einer ganz eigenen, spannenden Stimmung in dem kleinen Techendorf geführt. Man hat sich wirklich, als Läufer, an Wettlauftage erinnert gefühlt und wurde auf eine gewisse Art auch hineingezogen. Auch wenn man so gut eislaufen kann wie eine Kartoffel..oder auch ich.

Aufgrund des mangelnden Schnees, und meiner Verweigerung auf Kunstschnee irgendeine Art von Sport zu treiben, blieb dann noch Wandern und Laufen, was dann auch praktiziert wurde. Bei durchschnittlich -6 Grad. Das wäre ja primär nicht unmachbar und eigentlich sogar recht nett, aufgrund der Lage der Pension wurds dann doch jedes Mal noch ein Eitzerl frischer, als gehofft… Unsere Unterkunft lag am Süd-, sprich, Schattenufer des Sees, in Naggl. Die Strasse dahin liegt sogar noch nachmittags zum Größten Teil im Schatten. Wenn man zu einer netten Runde um den kleinen Seeteil aufbricht, dann kann man die sonnige Seepromenade genießen, den Trubel, die Leute, Musik (wenn auch holländische Schlager, hehe) und ist voller Elan, angetrieben unterwegs. Tjaaa, dann biegt man auf die letzten 3 Kilometer nach Naggl auf und ist nur noch im Schatten, ohne Leute, nur mit glitzerndem Schnee-Eis am Strassenrand… komplett unterschiedliche Welten, aber beide wunderbare Lauferlebnisse. Auch wenn ich am Rückweg komplett durchgefroren war.

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Nebst herrlichstem Essen in den umliegenden Hotels, gemütliches Frühstück in unserer Pension kam dann noch ein bisschen Wandern und Laufen heraus. Richtig entspannende Woche also…

…von der ich eigentlich früher berichten wollte, wenn ich diese Woche nicht krank im Bett gelegen wäre (nicht, dass du glaubst, wegen dem Kaaaalt, sondern so Magenzeug). Jetzt ists hoffentlich bald wieder besser und ich freu mich schon wieder, mal raus zu können…. Wenn man kann, will man nicht und wenn man nicht kann, will man 😉

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