Düstere Läufergedanken und sonniges Läufchen in Bad Ischl

Once upon a time, there was a lovely princess… naja, so, oder so ähnlich fangen einige Drachen- und Hexendezimierende Märchen an. Ich weiß nicht, wie ich mein Märchen vom Laufen erzählen soll, geschweigedem überhaupt mal anfangen.

Seit geraumer Zeit laboriere ich an einer Tibialis posterior Tendinitis am rechten Huf herum, die sich schon deutlich gebessert hat – ich spüre im Alltag überhaupt nichts mehr. Aber nach 5 Kilometern Laufen, und das in einem Tempo, für das ich mich selbst vor mir selbst genier, baut sich so ein Druckgefühl auf, wo ich dann weiß, dass ich bald aufhören sollte. Aber die Metermarke, bei der ich anfange, meinen hypersensibel betrachteten Fuß, zu bemerkten wandert immer weiter nach oben – is ja schonmal was!

Daher gabs auch eine Zeit lang ein Päuschen von mir: kaum Laufen, Handy in Reparatur, somit auch keine hübschen Bilderchen, und sonst auch sehr wenig, was in einen Lauf-Mampf-Blog gehört; dafür sehr viel anderes Zeug – das führte zu einer schmählichen Vernachlässigung meines lieben Post-Sammelsurium.

Nun, wo sich eine Besserung einstellt, und ich auch wieder zumindest ein paar Stunden zu Fuß auf den Beinen sein kann, ohne Pehahaft und Deflamatgel meine treuen Begleiter nennen zu müssen, kann ich wieder etwas läuferischen Mut sammeln und wieder ein bisschen posten. Ich muss allerdings anmerken, dass ich den Mut wirklich erst wieder sammeln, und zuvor erstmal suchen muss. Die Demotivation ist groß, die Hoffnung, beim Achensee zu starten winzigst klein, was damit die Motivation wieder in einem Wrestlinggriff am Boden hält und so weiter, und so weiter…
Mir ist Jammern und Selbstmitleid zuwider. Jetzt grad tu ich mir selbst aber schon ein bissi leid, weil ich mich so sehr gefreut hatte, im Lainzer Tiergarten, neben dem ich jetzt hausiere, so richtig Gas geben zu können, die Sofienalpe zu erhoppeln und auch entsprechend in der gegen wandern gehen zu können – eben so lange ich hier wohne. Als Nebeneffekt wär natürlich ein Kondi- und Kraftzuwachs sehr nett gewesen, mit der Krönung, beim Lauf am 7.9 mitmachen zu können. Naja, man wird sehen wie es wird.

Je weniger ich laufe, desto geringer wird mein Engagement an den Tagen, wos geht, auch die Schuchis zu schnüren. Das kenn ich so gar nicht von mir. Normalerweise hupf ich schon an meinem lauffreien Tag herum, und würd gerne wieder los, egal welches Wetter. Momentan nicht. Mir fällt jeder Laufschritt qualvoll schwer, wahrscheinlich weil mein Kopf einfach so negativ eingestellt ist. Ich hoffe, das gibt sich wieder.

Heute bin ich zu Gast bei einer sehr lieben Freundin in Bad Ischl, bei der ich übernachtete und von deren Wohnung ich einen kleinen Morgenlauf gestartet hatte – in der Gegend des Siriuskogels und am Traunkai entlang und so. Keine Megarunde, weil Fuß nicht überlasten und..erm, ja, Bad Ischl, bzw die Innenstadt ist eine Puppenstadt. Sehr eng, klein, aber wahnsinnig niedlich. Und so bin ich einfach mal rund um den Kogel und rauf auf den Kogel. Insgesamt waren es knapp über 5 Kilometer und in etwa 90 Höhenmeter. Die allerdings geballt auf den mittleren 2 Kilometern. Altaaaa, da ging mir das Beuscherl flöten, sag ich euch. Der Schlabberlatz hing bis zu den Knien und mein Kopf hatte farblich einiges gemein mit den Goderln von Henderln, puh… und wenn ich bedenkt, dass noch mehr Höhenmeter – nicht soo geballt, aber trotzdem! – UND noch etwa 20 Kilometer mehr auf mich am ersten Septemberwochenende warten, dann wird mir anders…

Habt ihr irgendwelche Tipps, um sich selbst wieder ein bisschen aufzubauen? Da wär ich grad sehr dankbar…

Hier noch ein paar Bildchen, von dem tlw spannend zu laufenden Weg, aber schön wars alles zusammen schon, heute Morgen 🙂

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Der Güterbahnhof - nicht gerade das Hübscheste hier, dafür glotzende Arbeiter, die freundlich grüßen.
Der Güterbahnhof – nicht gerade das Hübscheste hier, dafür glotzende Arbeiter, die freundlich grüßen.

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9 Gedanken zu “Düstere Läufergedanken und sonniges Läufchen in Bad Ischl

  1. Ich könnte dir digitale Luft zu wedeln, aber ob die die düsteren Gedanken vertreiben kann? Mir geht’s ähnlich, verstehe dich also gut …

    Laufen, weiter laufen, in Bewegung bleiben und nichts einreißen lassen. Dann stellen sich hoffentlich nach und nach wieder Lust und Motivation ein. Und natürlich einmal komplett auskurieren; ohne Schmerzen oder Probleme läuft es sich gleich viel glücklicher 🙂

    Liebe Grüße,
    Markus

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  2. Mein lieber Scholli da ging es steil bergauf! und das mit kaputtem Haxen, Respekt! Ich wünsch dir gute Besserung, schnelle Genesung und baldige Fitness. Von mir gibt es auch noch ein Foto vom Achensee 🙂 🙂 🙂 http://up.picr.de/22936963os.jpg … Gönn dir das auf das du gerade spontan Lust hast.. das tut immer gut.. Grüßle Chrissi

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